Am 2.7.1945, also mit dem Beginn des Einzuges der westlichen Besatzungstruppen, erließ  Karl Feierabend (Leiter der Berliner Feuerwehr von 1945-1948) die Dienstanweisung für Wachvorsteher (Brandschutzamtsleiter) und Zugführer. Mit dem Einzug der westlichen Alliierten wurden vier Sektoren eingerichtet, und das Zentralamt der Feuerwehr (vorübergehend Berlin N58, Senefelder Straße 6 - ab 17.8.1945 Umzug in die Hauptwache) hatte sich nun mit vier Herren zu arrangieren, was durch die Einrichtung eines Verbindungsamtes geschehen sollte. Die Besatzungsmächte griffen aber unabhängig vom Zentralamt auch direkt in den Betrieb der in ihren Sektoren gelegenen Wachen ein.

Der Einzug der Franzosen in die Stadt führte zu einem besonderen Einsatz. Sie verlangten im August, dass auf der Siegessäule die französische Trikolore aufgezogen werden sollte. Diesen Befehl musste die Feuerwehr für die Stadtverwaltung ausführen. In fünfstündiger Arbeit zogen die Feuerwehrmänner mit bloßen Händen, ohne andere Hilfsmittel als nur eine Seilwinde zu haben, den 18m  langen und 3-4 Zentner schweren Fahnenmast auf die Siegessäule und befestigten ihn an der Siegesgöttin, wo die 4 x 6m große Fahne viele Jahre wehte. Als eines Tages die Flaggenleine aus der Rolle sprang, erhielt eine chinesische Artistengruppe den Auftrag, sie wieder auf die Rolle zu setzen. Dies gelang ihr jedoch nicht. Daraufhin bekam die Berliner Feuerwehr den Auftrag und schaffte es. 

Die Fahrzeuge erhielten ab August wieder die rote Farbe mit der Aufschrift "Feuerwehr Berlin". Motorhaube und vordere Kotflügel mussten auf Anordnung der Alliierten jedoch gelb gestrichen

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werden; hinten waren die Fahrzeuge mit einem gelben Farbkreis zu versehen. Dies war nötig, um sie vor allen Zivil- und Militärfahrzeugen der Besatzungsmächte zu unterscheiden, da deren Fahrzeuge uneingeschränkte Vorfahrt besaßen ...  (Quelle: Jubiläumsschrift "125 Jahre Berliner Feuerwehr", S. 124)

  Im Quartier Napoléon war ab 1945 ein Luftwaffenkommando stationiert, das den Flughafen Tegel als französischen Militärflughafen aufbaute.

1947 kam das 46. Infanterieregiment hinzu, 1955 das 11. Jägerregiment. Beide Einheiten waren entsprechend der Mission auf den Stadtkampf und die Panzerabwehr spezialisiert. Weitere französische Einheiten in der Kasernenanlage waren Pioniere, ein Versorgungsbataillon sowie die Militärgendarmerie, die auch den Dienst an der Sektorengrenze verrichtete. Auch der französische Militärrundfunk Radio ffb sendete aus dem „Quartier Napoléon“, meist als Relaisstation und ohne eigene Redaktion. (Quelle)